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Die Linke. Nds

Gute Kitas für alle Kinder bleibt bisher nur frommer Wunsch

LINKE. Niedersachsen kritisiert schleppenden Ausbau von Kita-Einrichtungen

Nach einer aktuellen Studie des Deutschen Instituts für Wirtschaft fehlen bundesweit fast 342.000 Betreuungsplätze für Kinder unter drei Jahren. Allein in Niedersachsen warten 32 200 Kleinkinder auf einen Kita-Platz. „Ein absolutes Trauerspiel, wenn sieben Jahre nach Inkrafttreten des bundesweiten Rechtsanspruches auf einen Kita-Platz für Unter-Dreijährige ein solcher Platz nicht für alle Eltern, die dies wünschen, bereitgestellt werden kann“, kritisiert Lars Leopold, Landesvorsitzender der niedersächsischen LINKEN, den schleppenden Ausbau von Kita-Plätzen. Leopold weiter: „Schon mit dem sogenannten Gute-Kita-Gesetz hat es die Bundesregierung versäumt, die Beteiligung des Bundes an der Finanzierung der Kindertagesbetreuung dauerhaft sicherzustellen. Wir brauchen einen dauerhaften Einstieg des Bundes in die Finanzierung der Kindertagesstätten. Die nur launenhaft erfolgenden Finanzspritzen reichen nicht aus, um den Kommunen Planungssicherheit zu geben.“

LINKEN-Co-Vorsitzende, Heidi Reichinnek, sieht auch die Landesregierung in der Pflicht: „Bisher ist nicht erkennbar, dass die Große Koalition in Hannover ihrer großspurigen Ankündigung von ‚maximalen Anstrengungen‘ für den weiteren Ausbau der Kindertagesbetreuung, auch Taten folgen lässt. Sonst würden wohl kaum rund 14,4 Prozent der Kinder unter drei Jahren in Niedersachsen keinen Betreuungsplatz haben, obwohl sich das die Eltern wünschten. Heute wollen etwa 47 Prozent der Eltern eine gute Betreuung für ihre Kleinsten in Kindertageseinrichtungen. Wenn die Politik diesem Anspruch gerecht werden will, muss sie deutlich mehr in den Ausbau von Kindereinrichtungen investieren. Das gilt für Länder und Kommunen genauso wie für den Bund. Darüber hinaus bedarf es einer großen Kraftanstrengung, zusätzliches Personal gut auszubilden und die Arbeitsbedingungen und tarifliche Entlohnung so zu gestalten, dass in Kitas von Anfang an eine gute Bildungs- und Betreuungsarbeit geleistet werden kann. Die LINKE bleibt bei ihrer Forderung, in Bund und Ländern gute frühkindliche Bildung nicht nur in Sonntagsreden auf die Tagesordnung zu setzen, sondern im praktischen politischen Handeln. Und hier versagen Bundes- und Landesregierung auf ganzer Linie!“