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Die Linke. Nds

Die menschliche Lebensgrundlage stirbt aus, wenn wir nicht radikal umdenken!

Laut Bericht des UN-Biodiversitätsrates ist jede achte Tier- und Pflanzenart vom Aussterben bedroht, das entspricht ca. einer Million von geschätzt acht Millionen Arten. „Noch nie in der Menschheitsgeschichte war der Verlust von Artenvielfalt so hoch, dies stellt eine Gefahr für den Fortbestand der Menschheit dar und ist zugleich Zeugnis dafür, dass die kapitalistische Wirtschaftsform keine Zukunft haben darf.“ so Thorben Peters, stellv. Landesvorsitzender DIE LINKE Niedersachsen.

Laut Bericht sind 85 Prozent aller Feuchtgebiete, die Hälfte der Korallenriffe und knapp ein Drittel der Wälder verschwunden. Ein Viertel der Böden ist geschädigt und 93 Prozent aller Fischbestände sind überfischt. In den vergangenen 40 Jahren hat sich die Plastikverschmutzung verzehnfacht und 80 Prozent aller Abwässer fließen ungeklärt in Flüsse und Meere. 

„Ein gesundes Ökosystem ist untrennbar mit Tier- und Pflanzenartenreichtum verbunden. Stirbt eine Art aus, schwächt dies das gesamte Ökosystem. Biologische Vielfalt ist die Voraussetzung für Nahrung, Trinkwasser, Rohstoffe, Medizin und Luft, die wir atmen. Mit dem blinden Glauben an Wettbewerb, Wachstum und Profit zerstören wir diese Lebensgrundlage. Dabei hätten wir das Wissen, die Mittel und die Möglichkeiten diesen Trend zu stoppen, ja sogar umzukehren“, so Peters.

Umweltschädliche Landwirtschaft wird in den Industriestaaten jährlich mit 100 Milliarden Dollar subventioniert, bei der Förderung von Kohle, Öl und Gas sind es weltweit 345 Milliarden Dollar. Letzteres führt zu Folgekosten für die Allgemeinheit von 5000 Milliarden Dollar. Eine Umkehr des Zerstörungstrends ist technisch und wirtschaftlich laut Bericht noch möglich. Ein solcher Wandel bedeute laut Bericht die „fundamentale, systemweite Reorganisation technologischer, wirtschaftlicher und sozialer Faktoren inklusive der Paradigmen, Ziele und Werte.“

Peters weiter: „Hauptakteure des Plünderns unserer natürlichen Lebensgrundlage sind vor allem große Industriekonzerne. Solange wir diese gewähren lassen, privatisieren sie enorme Gewinne, investieren per Lobbyarbeit in unternehmerhörige Politik und legen die Folgekosten der Umweltzerstörung auf die Allgemeinheit um. Wollen wir diesen Trend stoppen, braucht es nicht weniger als die Demokratisierung unserer Wirtschaft sowie die massive Umverteilung von Reichtum, um den sozial-ökologischen Umbau unserer Gesellschaft, hin zu 100% erneuerbare Energien, einem ticketfreien flächendeckenden Nahverkehr sowie die Entwicklung neuer Technologien und Arbeitsplätze voranzubringen.“