Diese Website verwendet Cookies.
Zum Hauptinhalt springen

Die Linke. Nds

Bund und Länder wollen Abschlussprüfungen um jeden Preis - DIE LINKE. Niedersachsen fordert alternative Lösungen

Zur Forderung die Abschlussprüfungen an allen Schulformen durchzuführen, äußert sich Heidi Reichinnek, Landesvorsitzende Die LINKE. Niedersachsen: „Bund und Länder wollen die Schulen wieder schrittweise öffnen – unter Wahrung aller Hygieneregeln natürlich, auch die Prüfungen sollen stattfinden. Doch wie das alles genau funktionieren soll, da gibt es ein großes Fragezeichen mit dem Kommunen und Schulen allein gelassen werden. Besonders fragwürdig ist dabei das Beharren aller Ebenen auf der Durchführung von Abschlussprüfungen, obwohl es Alternativen gäbe, z.B. können die Noten für den Abschluss der allgemeinen Hochschulreife aus den Noten der letzten vier Semester der Gymnasialen Oberstufe berechnet werden. Ähnlich kann mit anderen Abschlüssen verfahren werden. Doch anstatt die Krise zu nutzen um nach vorn zu blicken, verbarrikadieren sich Bund und Länder hinter alten Dogmen.  Es ist wenig überraschend, dass die Bildung weiterhin nur das Ziel haben soll, Verwertbarkeit für den Arbeitsmarkt zu generieren. Es geht nicht um persönliche Weiterentwicklung oder den Erwerb von Wissen und Sozialkompetenz. Dabei haben wir in Deutschland seit Jahrzehnten ein Bildungskrise, die wir endlich in Angriff nehmen müssen!“

Co-Vorsitzender Lars Leopold ergänzt: „Dass die Gesundheit der Schüler*innen und ihrer Familie sowie der Lehrer*innen und des gesamten schulischen Personals so einen geringen Stellenwert hat und die Schulen mit allen Fragen und Aufgaben allein gelassen werden, ist eine ganz neue Qualität. Die allseits bekannte neoliberale Bertelsmann-Stiftung hat diese massive Orientierung auf Prüfungen in die Schulen gebracht. Was nicht per Test belegt ist, ist nicht vorhanden – dabei kommt es doch eigentlich auf den Erkenntnisgewinn der Schüler*innen an, der in den letzten Jahren entstanden ist. Entsprechend könnten Noten problemlos hochgerechnet werden, ohne Schüler*innen dem psychischen Druck auszusetzen, in einer Gesundheitskrise ihre Abschlussprüfungen schreiben zu müssen. Ein anderes gemeinsames Lernen ist möglich.“