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Die Linke. Nds

75. Jahrestag des Tags der Befreiung am 8. Mai – Zeit, dass dieser Tag zu einem gesetzlichen Feiertag wird

Anlässlich des 8. Mai, dem Tag der Befreiung der Welt von der Barbarei des deutschen Faschismus, erneuert DIE LINKE. Niedersachsen ihre Forderung, den Tag zum gesetzlichen Gedenk- und Feiertag zu machen. Stephan Marquardt, Mitglied des Landesvorstands und Kreisvorsitzender der Linken Hameln-Pyrmont, findet dazu deutliche Worte: „Wir brauchen auch am 8. Mai eine Kultur der Erinnerung. Die Überlebenden des Faschismus müssen sehen, dass wir den Schwur aus dem KZ Buchenwald ernst nehmen: Nie wieder Krieg, nie wieder Faschismus!“ Marquardt weiter: „Denn auch 75 Jahre nach der Befreiung vom Hitlerfaschismus bleibt es unsere Aufgabe, an die Gräuel des Nazi-Regimes zu erinnern und das Vermächtnis der Millionen Kriegstoten wachzuhalten. Vom 8. Mai muss eine Friedensbotschaft ausgehen. Dies ist heute anlässlich der Debatte um die massive Aufstockung der jährlichen Militärausgaben auf zwei Prozent des Bruttoinlandsprodukts (BIP) und der Vielzahl von blutigen Konflikten weltweit aktueller denn je. Der Wiedereintritt Deutschlands in die Reihe der kriegführenden Länder stellt einen Bruch mit dem Nachkriegskonsens »Es soll nie wieder Krieg von deutschem Boden ausgehen« als wichtigste Lehre aus der jüngeren deutschen Geschichte dar.“

LINKEN-Landesvorsitzender Lars Leopold ergänzt: „Der diesjährige 75. Jahrestag der Befreiung Deutschlands durch die Alliierten wird ein ganz besonderer sein. Aufgrund von Corona wird es nahezu keine friedlichen Demonstrationen zum Gedenken und Erinnern an die Opfer und die Gräuel der Nazis geben; dabei wäre dies dringend nötig. Denn die geistigen Nachfahren eben dieses Schreckensregimes versuchen, den 8. Mai massiv umzudeuten und eine ‚erinnerungspolitische Wende‘ herbeizuführen. So hat der Ehrenvorsitzende der AfD, Alexander Gauland, den 8. Mai als ‚absolute Niederlage, ein Tag des Verlustes von großen Teilen Deutschlands und des Verlustes von Gestaltungsmöglichkeiten‘ bezeichnet. Angesichts dieser gefährlichen Entwicklung ist es umso wichtiger, dass wir die Erinnerung an das Elend wachhalten, welches das faschistische Deutschland zwischen 1933 und 1945 über die Menschen gebracht hat. Deshalb der Tag der Befreiung zum gesetzlichen Feiertag werden, an dem wir feiern, dass der Faschismus besiegt wurde, aber auch ein Tag, der uns mahnt, uns menschenfeindlichen Ideologien entgegen zu stellen.“