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Pressemitteilungen 2009

17.11.2009

Demonstration zum 20.Todestag von Conny Wessmann - Polizeieinsatz verurteilt - Verwaltungsspitze Göttingens schaut zu


Der Fraktionsvorsitzende der Göttingen LINKEN im Rat der Stadt Göttingen und LINKE Landtagsabgeordnete Patrick Humke-Focks verurteilt den gestrigen unverhältnismäßigen und brutalen Polizeieinsatz im Rahmen der gestrigen Demonstration im Gedenken an den 20 Todestag von Conny Wessmann.

„Die Übergriffe und Provokationen gingen ausschließlich von Seiten der Polizei aus. Die Demonstranten verhielten sich friedlich. Es ist darüber hinaus taktlos und unsensibel, dass die Polizei im Bereich der Todesstelle Conny Wessmanns zugeschlagen hat und das stille Gedenken der Demonstranten gestört hat", so der LINKEN Politiker Humke-Focks.

Des Weiteren könne davon ausgegangen werden, dass es die Taktik des Polizeipräsidenten Wargel war Auseinandersetzungen zu provozieren.

Anders sei es nicht zu erklären, dass im Bereich des Weender Tors die Polizei Anweisungen erhalten habe, den Demonstrationszug abzudrängen und in die Gruppen der Demonstranten hineinzuschlagen.

Es sei einzig und allein den Demonstrierenden zu verdanken, dass die Situation nicht weiter eskaliert sei. Von dem im Vorfeld der Demonstration von Seiten der Polizei angekündigten defensiven Vorgehen sei zu keinem Zeitpunkt etwas zu spüren gewesen.

"Es gilt jetzt, die umfangreichen Dokumentationen in Bild, Ton und Film die von zahlreichen Begleitern des Aufzuges gemacht wurden schnellstens auszuwerten. Ich behalte mir rechtliche Schritte gegen die Einsatzleitung und einzelne Polizisten vor, von deren brutalen Einsatz ich selbst Augenzeuge sein musste", so Patrick Humke-Focks.

Humke-Focks bedaure, dass die Verwaltungsspitze der Stadt Göttingen mit OB Meyer, Jugenddezernent Hecke und dem Leiter des Ordnungsamtes Kuhlmann nicht eingemischt habe, als sie Augenzeugen der Übergriffe der Polizei werden konnten.

Positiv sei festzuhalten, dass es für die Demonstranten möglich gewesen sei, eine friedliche unangemeldete Demonstration durchzuführen und sich mit knapp 2000 Teilnehmern so viele Menschen an diesem Aufzug beteiligt haben, wovon mindestens dreiviertel aus Göttingen gekommen seien.

Dieser Erfolg der Demonstranten macht Mut für die Aktivitäten am kommenden Dienstag, den 17. November 2009 in Göttingen und ich rufe die Bürgerinnen und Bürger auf, sich an diesen Aktionen zu beteiligen und sich nicht von einem martialischem Polizeiaufgebt à la Wargel und Schünemann abschrecken zu lassen", so Patrick Humke-Focks.



13.11.2009

Gedenken an ermordete Antifaschistin Conny Wessmann Veranstaltungen und Demo zum 20. Todestag in Göttingen

13.11.2009
Freitag | Göttingen | Solikonzert mit Brigada Flores Magón u.a. |
JuZi | Bürgerstr. 41 | A.L.I. und Fire&Flames
14.11.2009
Samstag | Demonstration „Kein Vergeben! Kein Vergessen! |
Markt/Gänseliesel | 15 Uhr

17.11.2009 | Dienstag | Göttingen | Ausstellung „Wandgemälde, Plakate,
Streetart - Antifaschistische Geschichte sichtbar machen“ | Alte Mensa |
Wilhelmsplatz | 18 Uhr
17.11.2009 | Dienstag | Göttingen | Veranstaltung zum 20. Todestag der
Antifaschistin Conny mit Zeitbeteiligten: Bernd Langer (Autonome Antifa M),
Christa Schwalbe und Karin Kuckuk (BürgerInnen gegen Rechtsextremismus
und Gewalt), Norbert Hasselmann (Kreistagsabgeordneter Bündnis90/Grüne),
Patrick Humke-Focks (Landtagsabgeordnter Die Linke) | Alte Mensa |
Wilhelmsplatz | 19 Uhr
17.11.2009 | Dienstag | Göttingen | Gemeinsamer Gang zur Todesstelle | nach
der Veranstaltung ab 21:30 Uhr



21.09.2009

Sahra Wagenknecht

Gerd Nier

Dieter Dehm

Montag, 21.September  12:30 Uhr,
Marktplatz vor dem Alten Rathaus


 

27. August 2009
DIE LINKE zu einem Vorfall im Klinikum vor gut zwei Wochen

Für die Öffentlichkeit nicht bestimmt? Oder wie man erst reagiert, wenn es nicht mehr anders geht.

Eine kleine Ungeschicklichkeit einer Reinigungskraft, ein Bagatellvorgang der der Erwähnung nicht wert ist und deshalb die Öffentlichkeit auch nicht zu interessieren hat. So hört sich die Stellungnahme der Uni-Kliniken zu dem Chemikalienunfall vor gut einer Woche an. Dafür mussten also 14 Feuerwehrkräfte mit Atemschutzgerät zum Einsatz. Dafür mussten Patienten und Besucher "evakuiert" werden.
Wenn das doch alles so harmlos und ungefährlich war, warum hat man dann auf die Anfrage von Gerd Nier, Bundestagskandidat für DIE LINKE bis heute nicht geantwortet. Warum ist man nicht offensiv in die Öffentlichkeit gegangen um zu informieren und aufzuklären? Warum äußert man sich erst jetzt, wo einige Personen und Journalisten nachbohren? Wenn es keine Anweisung zur Verschwiegenheit gab, warum wagen dann Mitarbeiter/innen es nicht offen über den Vorfall zu reden und zu berichten?
Und weil ich bis heute keinerlei Antwort auf meine schriftliche Anfrage aus der letzten Woche erhalten habe, stelle ich die gleichen Fragen nun noch einmal öffentlich:
- Wurde und wird Ihr Reinigungspersonal regelmäßig geschult und eingewiesen in den Umgang mit gefährlichen Chemikalien?
- Handelte es sich bei der Reinigungskraft um eine Angestellte des Klinikums oder eine Kraft eines externen Betriebes?
- Wurde die Reinigungskraft nach dem Unfall ärztlich versorgt und beraten. Sind bei ihr gesundheitliche Schädigungen diagnostiziert worden und wurde ggf. die Berufsgenossenschaft im Sinne eines Berufsunfalls informiert?
- Trifft es zu, dass die Mitarbeiter/innen angewiesen wurden, den Vorfall nicht öffentlich zu machen und wurde ihnen bei Zuwiderhandlung mit dienstrechtlichen Konsequenzen gedroht?
- Wie viele Patentienten/innen mussten kurzfristig von ihren Zimmern in andere Räumlichkeiten verlegt werden?
- Wurde die Gewerbeaufsicht von dem Zwischenfall informiert?

"Wenn alles so unproblematisch war und es keinen Anlass zu Besorgnis gibt kann es doch nicht all zu schwer fallen meine und die Neugier anderer zu befriedigen", so Gerd Nier



 


14.08.2009

"Rot-Show": Kultureller Auftakt zum Bundestagswahlkampf von DIE LINKE in Göttingen am Freitag 14.8. um 19 Uhr auf dem Wochenmarkt-Platz


"Rot-Show" d.h. linke Liedermacher und Musikgruppen singen und spielen für alle, die Lust und Mut haben unser Land zu verändern, gerechter, sozialer, friedlicher und ökologischer zu machen. Der Bundestagskandidat der LINKEN für den Wahlkreis Göttingen, Gerd Nier, wird auch anwesend sein.

Dieter Dehm, Bundestagsabgeordneter der LINKEN und seit den 70er Jahren linker Liedermacher, hat eine "Rot-Show" eine linke Musikkultur-Show für den Bundestagswahlkampf zusammengestellt.

Dieter Dehm dichtete bekannte Lieder der Friedensbewegung z.B. "Das weiche Wasser bricht den Stein" und "Aufstehen", die von der bekannten Gruppe "bots" gesungen wurden. Er war u.a. Koautor von Dieter Hildebrandt. Heute arbeitet er mit Peter Sodann und Konstantin Wecker künstlerisch und politisch zusammen. Sein politisches Engagement, verbunden mit seinen vielfältigen Begabungen - vor allem auch auf künstlerischem Gebiet - , machen ihn zu einer besonderen Erscheinung auf der politischen Bühne unserer Republik. Dieter Dehm kandidiert auch wieder für die LINKEN zum Bundestag.

Zusammen mit Dieter Dehm treten auf:

Michael Letz, Konzertpianist und politisch vielfältig engagiert

Pablo Arduin, im Chile Allendes als politischer Künstler aktiv, Folkmusiker und Liedermacher, lebte bis 1983 unter der Diktatur in Chile, heute in Deutschland. Er erhielt zahlreiche Preise für Protest - und Folksongs und beteiligt sich an Projekten anderer Künstler z.B. "Sprachklänge - Zum hundertsten Geburtstag von Federico Lorca" mit dem Kölner Ensemble "Inovacion". Seine Sprache, Stimme und Vortrag sind ungewöhnlich, packend und lebendig.


29. Mai 2009

Mietgutachten gehört in den Reißwolf

Beauftragte Firma handelt ausdrücklich in Auftraggeberinteresse

Die LINKE im Kreistag sieht sich in der Beurteilung bei der Auswahl des Unternehmens, das mit der Erstellung eines Gutachtens über die Mietpreise beauftragt wurde, bestätigt. Die Selbstdarstellung der Hamburger Firma f+b GmbH im Internet belegt, dass diese nicht unabhängig, sondern explizit strategisch im Interesse von Eigentümern arbeite. Konkret heißt es dort zum Beispiel:

„Die Ergebnisse werden entscheidungsbezogen aufbereitet. Ziel der Analysen ist es,… die Kosten- und Ertragssituation zu optimieren.“ (siehe Anhang)

Es sei „schon schlimm genug, dass die Verwaltung schamlos auf Kosten der Ärmsten Jahre braucht, um ein Mietgutachten zu präsentieren. Geradezu zynisch aber ist, dass der Landkreis offenbar ganz bewusst eine sich selbst als parteiisch verstehende Firma beauftragt hat. Das ist unanständig“, so Andreas Gemmecke, Abgeordneter der LINKEN.

Dem entsprechend „ist die Stichprobenzusammensetzung mit äußerst zweifelhafter Gewichtung gewählt worden und deshalb nicht repräsentativ“, ärgert sich Gemmecke. Besonders problematisch sei auch, dass die den Mietpreis bildenden Faktoren wie Lage oder Ausstattung im Gutachten nicht erfasst worden seien. Ebenso unzulässig sei die Gültigkeit des Gutachtens von vier Jahren – schon jetzt habe sich seit dem Zeitraum der Erhebung vor einem Jahr einiges auf dem Mietmarkt getan.

„Hiermit wird deutlich, dass das einzige Ziel dieses Gutachtens der Schermann-Verwaltung ist, die gültige Wohngeldtabelle weiter auszuhebeln anstatt die realistischen, tatsächlichen Kosten der Unterkunft zu erstatten“, erklärte Gemmecke.

Die skandalösen Vorschläge der Verwaltung zur Umsetzung des Gutachtens seien offenbar nichts weiter als ein abgekartetes Spielchen zwischen der Verwaltung und der Gruppe von CDU und Grünen zur Erhaltung des Status quo: „Die Verwaltung fordert eine unrealistische Verschlechterung des Ist-Zustandes, die CDU hat eine Steilvorlage zur populistischen Sozialrhetorik im Wahlkampf und am Ende soll alles so bleiben, wie es ist“, sagte Gemmecke.



28. Mai 2009 - Kreisverband Göttingen

Auch in Göttingen müssen die Arbeitsplätze bei Karstadt erhalten werden!

In einer gemeinsamen Erklärung setzen sich der Landtagsabgeordnete Patrick Humke-Focks und der Bundestagskandidat Gerd Nier von der Partei DIE LINKE dafür ein, alles zu tun, um die Arbeitsplätze bei Karstadt Göttingen zu sichern und zu erhalten. Der Arcandor-Konzern muss für Karstadt das Bürgschaftsprogramm der Bundesregierung in Anspruch nehmen, um die Arbeitsplätze zu retten. Die vielen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die sich häufig schon an der unteren Lohngrenze befinden, dürfen nicht noch für die Managerfehler büßen und nach kurzer Übergangszeit in ALG II entlassen werden. Humke-Focks und Nier betonen in ihrer Stellungnahme aber auch: "Wenn Steuergelder fließen, müssen sie auch in Belegschaftsanteile münden". Die Mitbestimmung der Belegschaft muss erweitert werden, um zukünftig Missmanagement zu verhindern.



27. Mai 2009 - Kreisverband

Polemik statt Inhalt

Stellungnahme der Partei DIE LINKE zum Demonstrationsaufruf der Jungen Union und der Julis

Das Demonstrationsrecht ist ein hohes Gut einer Demokratie und genießt mit Recht Verfassungsrang.

"Sollen sie also demonstrieren, die Göttinger Jungunionisten und Julis. Sollen sie eben Protestschreiben an Medien richten, die Sahra Wagenknecht als hochkarätige Politikerin und Wissenschaftlerin immer wieder gerne für Fernsehshows und Interviews anfragen und respektieren", erklärte Gerd Nier, der Göttinger Bundestagskandidat der LINKEN.

"Was wir allerdings aufs Schärfste zurückweisen müssen, sind die plumpen und pauschalen Anschuldigen gegenüber Sahra Wagenknecht und ihrer Partei DIE LINKE. "Sie und uns als Feinde der freiheitlich demokratischen Grundordnung zu bezeichnen, betrachten wir als Unverschämtheit. Ich empfehle diesen jungen Demagogen dringend, zur Erweiterung ihres Horizonts Wagenknechts Bestseller ‚Wahnsinn mit Methode - Finanzcrash und Weltwirtschaft' zu lesen", so Sabine Lösing, die Göttinger Kandidatin fürs Europaparlament.

"Die Vertreter des Turbo- und Casino-Kapitalismus mögen Alternativen zu ihrem Gesellschaftsmodell fürchten wie der Teufel das Weihwasser", so Nier. Sie müssten aber anerkennen, dass sich immer mehr Menschen ernsthaft über Fragen der gesellschaftlichen Teilhabe, der Nachhaltigkeit und der Gerechtigkeit Gedanken machten. Die Entwicklung eines demokratischen Sozialismus sei aus Sicht der LINKEN eine Diskussionsgrundlage für den gesellschaftlichen Diskurs.

Bei aller Demonstrationsbegeisterung der Jugendverbände von CDU und FDP wundern wir uns im Rückblick doch, dass wir sie bisher noch nie als Unterzeichner und aktive Demonstranten gegen Aufmärsche von Neonazis und anderen Kameradschaftsgruppen angetroffen haben. Da neben einem plumpen Antikommunismus und der Kritik an einem Hummeressen - das fast jeder Bundespolitiker auch von FDP und CDU schon auf Staatskosten genossen haben dürfte - keine weiteren inhaltlichen Argumente dem Demo-Aufruf der jungen Politiker zu entnehmen sind, könnte es sich dann doch eher um eine Gegenwahlkampfveranstaltung handeln, die ausschließlich auf Polemik setzt.

Den DGB als Vermieter des Raums in diesem Zusammenhang auch noch anzugreifen, sei eine besonders miese Form der Polemik.