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Grüne und CDU behindern bezahlbaren Wohnungsbau in Göttingens Süden

Die Göttinger Linke Ratsfraktion bedauert, dass sich im Bauausschuss am Donnerstag letzter Woche keine Mehrheit für bezahlbaren Wohnraum auch im Süden unserer Stadt gefunden hat. Dies wurde mit ökologisch klingenden Argumenten bemäntelt.

„Erstens hätte die Wohnungsgenossenschaft Göttingen mittelfristig ein größeres Areal mit mehreren hundert Wohneinheiten auf eigenem Grund und Boden bebauen können. Zweitens legen wir als Göttinger Linke Wert darauf, dass nicht nur im Norden und Nordwesten der Stadt Geschosswohnungsbau für bezahlbaren Wohnungsbau in großer Zahl stattfindet,“ nennt Edgar Schu als Mitglied im Bauausschuss die Gründe für die Unterstützung des Anliegens.

Zwar wurde durch die CDU ein Antrag ins Spiel gebracht, dass die Verwaltung neben dem Helmsgrund auch andere Flächen, auch im Göttinger Süden wie z.B. beim Kiesseekarree prüfen sollte. Diese Ergänzung wurde von der antragstellenden SPD-Fraktion sofort übernommen. Dass die CDU-Ratsfraktion dem nach ihrer Anregung ergänzten Antrag dann aber zum Schluss nicht ihre Zustimmung gegeben hat, stößt auf vollkommenes Unverständnis seitens der Göttinger Linken.

Die Spitze der Unredlichkeit erreichten in der Diskussion aber die Grünen.  Ohne sachliche Grundlage unterstellten sie der Wohnungsgenossenschaft, dass sie im Helmsgrund gar nicht planten, selbst bezahlbaren Geschosswohnungsbau zu erstellen, sondern, wenn er zu Bauland würde, dort Private teuren Wohnungsbau vornehmen würden. Unsere Nachfrage bei der Wohnungsgenossenschaft selbst hat ergeben, dass sie selbstverständlich auch in diesem Jahr ihres 130-jährigen Bestehens mit Sanierungen von Häusern beschäftigt ist. Dennoch wollten sie selber mittelfristig am Helmsgrund Geschosswohnungsbau vornehmen. Wie groß der Anteil im bezahlbaren Bereich sein werde, sei eine politische Entscheidung. Derzeit baue sie an der Godehardstraße zu 100% im bezahlbaren Bereich.

Bärbel Safieh, Mitglied im Sozialausschuss, fasst angesichts der ärgerlichen Lage zusammen: „Die Göttinger Linke wird weiter dafür kämpfen, dass bezahlbarer Wohnungsbau nicht nur im Westen und Norden der Stadt, am Holtenser Berg und in Grone Lange-Rekes-Weg, stattfindet.
Bei CDU und Grünen wiederum vermuten wir, dass sie sich von den Menschen in Geismar viele Stimmen erhoffen, wenn sie Geschosswohnungsbau im Helmsgrund abwehren.“