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Die Arbeitsgemeinschaft Ethnische Minderheiten hat sich am 17. Juni 2003 in Bautzen als Zusammenschluss beim Parteivorstand der PDS gegründet, in dem Angehörige der autochthonen Minderheiten und Deutsche, Mitglieder und Nicht-Mitglieder der PDS zusammen arbeiten. In diesem Rahmen wurde das Engagement von Mitgliedern und Sympathisanten der LINKEN, die Angehörige ethnischer Minderheiten sind, für eine eigenständige, klar erkennbare Minderheitenpolitik der Partei gefördert sowie ein solidarisches Zusammenwirken von alteingesessenen Minderheiten und durch Migration nach Deutschland gekommenen Angehörigen anderer Nationalität ermöglicht. Die BAG knüpfte dabei an bewährte Arbeitszusammenhänge an, die schon bis 2002 bei der PDS-Bundestagsfraktion bestanden.

Vorrangiges Ziel der BAG war und ist es, darauf hinzuwirken, dass sich DIE LINKE mit einem eigenständigen programmatischen Ansatz in die gesellschaftliche Diskussion um die Stellung und Rechte der ethnischen Minderheiten in der Bundesrepublik und in Europa einbringt. Sichtbares Ergebnis dessen war – neben den Beiträgen zu Wahl- und Parteiprogrammen der PDS – vor allem der auf unsere Initiative entstandene Beschluss des Parteivorstandes der Linkspartei.PDS vom 13. November 2006 "Mit den autochthonen Minderheiten - für die autochthonen Minderheiten".

Auch im Rahmen der neuen LINKEN möchten die Mitglieder der Bundesarbeitsgemeinschaft einen Beitrag dazu leisten, dass die Politik für und mit den in der Bundesrepublik lebenden autochthonen Minderheiten (Dänen, Sorben, Friesen und der Sinti und Roma) den entsprechenden Stellenwert in der Gesamtpolitik der neuen Partei hat. Wir zählen dabei weiter auf die Zusammenarbeit mit und die Unterstützung der Verbände der Minderheiten sowie der Abgeordneten der LINKEN im Deutschen Bundestag, in den Landtagen und Kommunalvertretungen, der Landesverbände der Partei und anderer Interessen- und Arbeitsgemeinschaften. Aus den neuen, vor allem aber auch aus den alten Bundesländern, in denen Dänen, Friesen sowie Sinti und Roma ihre angestammte Heimat haben, können wir weitere Unterstützung gebrauchen.