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Hanau war kein Einzelfall

Die Linke. Nds

Zwei Jahre nach Hanau: Gedenken und Handeln

Vor zwei Jahren, am 19. Februar 2020, ermordete in Hanau ein Attentäter neun Menschen aus rassistischen Motiven und erschoss anschließend seine Mutter und sich selbst. DIE LINKE Niedersachsen gedenkt den Opfern dieser schrecklichen Tat und fordert mehr Engagement gegen Rechts.

Lars Leopold, Vorsitzender der Partei DIE LINKE Niedersachsen, sagt: „Rassistischer und neonazistischer Terror durchziehen die Geschichte der Bundesrepublik. Die Gewalttaten sind keine Einzelfälle. Wir gedenken heute den Opfern von Hanau.

Und wir fordern klare Kante gegen Rechts - von der Politik, vom Staat und der Gesellschaft! Dabei müssen Demokratinnen und Demokraten zusammenstehen. Denn die größte Bedrohung für unsere Demokratie kommt von rechts. Sie kommt von jenen, die morden - und von jenen, die dazu durch ihre Hetze anstiften. Die Täter werden auch ermutigt von rassistischen Reden in Parlamenten, bei rechten Aufmärschen oder im Internet. Daher müssen wir Rassismus und Rechtsextremismus überall deutlich widersprechen - nicht nur in Sonntagsreden, sondern im Alltag, im Betrieb, am Stammtisch oder in den Parlamenten. Vor allem müssen Politik und Gesellschaft Handeln: Initiativen gegen Rechts und gegen Rassismus müssen besser gefördert werden. Wir brauchen mehr Beratungseinrichtungen für Opfer rechter Gewalt und jene, die sich engagieren. Es müssen rechte Netzwerke in Sicherheitsbehörden zerschlagen und der Zugang zu Waffen für die rechten Szene unterbunden werden. Zudem muss antirassistische Bildung Querschnittsaufgabe werden - von der Kita bis zur Erwachsenenbildung. Das Gedenken und Erinnern an die Opfer von Hanau und anderer rassistischer Taten muss zugleich Mahnung und Aufforderung zum Handeln sein.“