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Dr. Eckhard Fascher, Victor Perli (MdB)

Kreistag

Mieten im Kreis Göttingen weiter angestiegen – LINKE: „Desaströse Bilanz für Ministerpräsident Stephan Weil!“

Göttingen. Die Mieten in Stadt und Landkreis Göttingen sind so hoch wie nie. Laut Antwort der Bundesregierung auf eine Anfrage des LINKEN-Bundestagsabgeordneten Victor Perli sind die Angebotsmieten im Kreisdurchschnitt um 2,2 Prozent im Vergleich zum Vorjahr gestiegen. Damit haben sie einen neuen Rekord erreicht. Wer in Stadt und Landkreis Göttingen eine neue Wohnung suchte, musste im Durchschnitt 9,12 Euro pro Quadratmeter für die Kaltmiete aufwenden, in der Stadt Göttingen nach Mietspiegel sogar 11,36 Euro pro Quadratmeter.

In 2017, zum Regierungsbeginn von SPD und CDU in Niedersachsen, lag der Quadratmeterpreis im Kreisdurchschnitt noch bei 7,62 Euro und damit fast 20 Prozent niedriger als 2021. Der teuerste Landkreis für Wohnungssuchende ist Harburg. Hier betrug die Kaltmiete 9,91 Euro je Quadratmeter.

Scharfe Kritik kommt vom niedersächsischen Bundestagsabgeordneten Victor Perli (DIE LINKE): "In fast allen Landkreisen und Städten gibt es neue Höchststände. Die Zahlen zeigen, dass die sogenannte Mietpreisbremse in Niedersachsen wirkungslos verpufft ist. Seit 2017 sind die Angebotsmieten landesweit im Schnitt um 17,4 % gestiegen, in den vier Jahren davor war es eine Verteuerung um 15 %. Das ist eine desaströse Bilanz für Ministerpräsident Stephan Weil!"

Dr. Eckhard Fascher, Fraktionsvorsitzender von DIE LINKE. im Kreistag von Göttingen, fordert mehr Unterstützung für die Kommunen: „Familien, Rentner und Menschen ohne hohe Einkommen finden in Göttingen kaum noch bezahlbaren Wohnraum, auch im Kreisgebiet wird es immer schwieriger. Die Alltagssorgen werden größer, weil zugleich Lebensmittel, Energie und der Weg zur Arbeit immer teurer werden. Die Politik muss endlich handeln. Die Mietpreisbremse muss geschärft werden und landesweit gelten. Das Wohngeld muss mehr Menschen zugutekommen. Die Kommunen brauchen Unterstützung vom Land, um öffentlich-finanzierten Wohnraum zu schaffen. Die städtische Wohnungsbau und die Kreiswohnbau müssen gestärkt werden. Wir brauchen mehr sozialen Wohnungsbau.“