Infostand des Ortsverbandes in Hann. Münden Lange Straße am 16. Juni 2010

DIE LINKE. Ortsverband Hann. Münden

 

 


13. November 2010

DIE LINKE. Ortsverband Hann. Münden nimmt Stellung zu den Presseartikeln: Geld und Zeit verbrannt und Ein Jahr Arbeit in der Tonne gelandet? erschienen in der HNA am 13.11.2010

Nicht nur das Ratsbündnis, sondern auch die SPD hat versagt!

Dass Bürgermeister Klaus Burhenne und sein Ratsbündnis, zum Schaden der Bürgerinnen und Bürger hauptsächlich durch Unfähigkeit und politisches Versagen glänzen, ist schmerzlich bekannt. DIE LINKE. Ortsverband Hann. Münden fordert Bürgermeister Burhenne auf, unverzüglich und lückenlos zum Vorwurf, es sei abermals ein externer Gutachter "eingekauft worden", Stellung zu nehmen. Die Bürgerinnen und Bürger haben ein Recht auf lückenlose Aufklärung - es geht hier schließlich um ihre Steuergelder! Es wäre ein "riesen Skandal", wenn auf der einen Seite die Einwohner dieser Stadt mit höheren Steuern belastet werden sollen und Sparen in großem Stil angesagt ist (z.B. kein Geld für eine Frauenschutzwohnung), auf der anderen Seite weiterhin Steuergelder für höchst fragwürdige Investitionen aus dem Fenster geworfen werden.

Was den Schuldenberg der Stadt angeht, scheint die jetzt so oft attackierende SPD an gravierenden Gedächtnislücken zu leiden! Die Sozialdemokraten wollen sich offensichtlich nicht mehr daran erinnern, dass sie bis 2001 in dieser Stadt in Verantwortung standen und mit Selbstherrlichkeit, Arroganz und durch Versagen den Grundstein des gegenwärtigen Schuldenhaushaltes gelegt haben. Bürgermeister Burhenne, sein Ratsbündnis und die SPD haben in Hann. Münden gleichermaßen viel Geld und Zeit verbrannt!

Kirsten Klein, SprecherInnenratsmitglied der Partei DIE LINKE. Ortsverband Hann.Münden      




Pressemitteilung 07. November 2010

DIE LINKE. an der Seite der Bürgerinitiativen: Renaissance der Atomenergie? - Nicht mit uns!

CDU, CSU und FDP als treue Sachverwalter der Interessen der Stromkonzerne reden einer Renaissance der Atomenergie das Wort, dass einem die Ohren nur so klingeln: Laufzeiten der Atomkraftwerke werden verlängert, Atomstrom mutiert zu Ökostrom und bewahrt uns angeblich vor dem Klimakollaps. Eon, RWE, Vattenfall, und EnBW, für ungenierte Abzocke bekannt, werden alles andere tun, aber keinesfalls im Gegenzug für längere Laufzeiten Strompreissenkungen umsetzen. Ein Endlager Gorleben soll zügig weitergebaut werden, keine Rede mehr von vergleichender Standortsuche in anderen Wirtsgesteinen und Bundesländern. Und wie glaubwürdig sind eigentlich die Anti-Atom-Proteste von SPD und B90/Grüne?! SPD und Bündnisgrüne sind vor der Macht des Kapitals und unter dem Druck der Energiemonopole mehr als einmal eingeknickt - dafür gibt es jetzt die Quittung. Ihre Glaubwürdigkeit in Sachen Atomausstieg, Energiewende und Klimaschutz haben sie nachhaltig ruiniert! Die Nutzung der Atomenergie verletzt demokratische Grundprinzipien und auch das Grundgesetz. Sich mit der Atomlobby auf Verträge einlassen war und ist naiv und hat trotz aller fadenscheiniger Kompromisse und Versprechungen eins nicht erbracht: einen schnellen und umkehrbaren Ausstieg. Stattdessen wurde die Garantie des reibungslosen Betriebes vereinbart. Dafür wurde 2001 von Rot - Grün die Strahlenschutz - Verordnung im Sinne der Atomindustrie "angepasst" und werden während der Castortransporte die demokratischen Grundrechte weitgehend ausgeschaltet. Die Bürgerinitiativen bilden seit Jahrzehnten das Herz der Anti-Atom-Bewegung. Sie klären auf und organisieren den Widerstand. Wir als LINKE sind Teil davon und werden diesen Kampf fortsetzen bis der Spuk vorbei ist, vollständig und überall! Das verantwortungslose Geschwätz von der billigen, sauberen und sicheren Atomenergie sollte jede(r) als das erkennen, was es ist: Ein durchsichtiger Versuch, uns um der hohen Profite willen Sand in die Augen zu streuen - auf Kosten von uns allen und der kommenden Generationen!

Kirsten Klein, SprecherInnenratsmitglied der Partei DIE LINKE. Ortsverband Hann. Münden

 

30. September 2010

Leserbrief von Kirsten Klein (vom 19.09.2010) zum Interview mit Peer Steinbrück (SPD) "Maßlose gefährden Staat". Dieses Interview wurde am 17.09.2010 in der HNA - Mündener Allgemeine veröffentlicht, der Leserbrief dazu bis heute noch nicht.

Herr Steinbrück (SPD) sieht unseren Staat durch Maßlose gefährdet, er sorgt sich um die Demokratie in unserem Land. Diese Aussage, ausgerechnet von einer Person, deren Partei zusammen mit Grünen, CDU/CSU und FDP für folgendes verantwortlich ist: Grenzenloser Reichtum für die oberen Zehntausend, ein wachsender Hungerlohnsektor, wachsende Kinderarmut, rücksichtslose Jobvernichtung, Raubbau an sozialen Leistungen, verarmte Kommunen, Zwei - Klassen - Medizin, alte Menschen in Armut, Menschen ohne menschenwürdige Pflege, soziale Selektion im Bildungssystem. Eine Politik, die die Interessen der Konzernchefs und Vermögensbesitzer zur politischen Leitlinie erhoben hat - eine Politik, gerichtet gegen die Interessen der Mehrheit der Menschen. Doch wo vor allem der Profit regiert, bleibt kein Raum für Demokratie! Nun, Herr Steinbrück, wer hat in diesem Land die Demokratie in Gefahr gebracht?! Ich glaube, was Herrn Steinbrück wirklich interessiert, ist, dass ihm sein neues Buch einen weiteren guten "Hinzuverdienst" beschert, damit wieder einmal seine ganz persönliche "Maßlosigkeit" befriedigt werden kann.

 

 

29. August 2010 Pressemitteilung

Am vergangenen Samstag, d. 28.08.2010 hat die Partei DIE LINKE. Ortsverband Hann. Münden an einem Informationsstand vor der Rotunde über Missstände bei der Leiharbeit aufgeklärt und aussagekräftiges Material zum Thema verteilt. Unterstützt wurde der Ortsverband von Patrick Humke-Focks (MdL) und Matthias Voigt (Mitarbeiter im Landtagsbüro in Göttingen).

Viele Bürgerinnen und Bürger haben diese Gelegenheit dazu genutzt, um über ihre eigenen Erfahrungen in der Leiharbeit zu berichten. Diese Berichte waren durchweg "kontra" Leiharbeit. Der Einsatz von Leiharbeitskräften zahlt sich für Unternehmen immer mehr aus. So bekommen Menschen in Leiharbeitsverhältnissen rund 30 Prozent weniger Lohn als Festangestellte, teilweise bis zu 50 Prozent weniger. Viele Betroffene berichteten auch darüber, dass sie als Leiharbeiter vom Stammpersonal immer mehr als Eindringlinge angesehen werden, die ihnen den festen Arbeitsplatz nehmen wollen. Aus diesem Grund werden die Leiharbeitskollegen immer öfter missachtend und feindselig behandelt. Die Arbeitsbedingungen sind meistens schlechter, oft dürfen noch nicht einmal die Kantinen benutzt werden. Für die Betroffenen ist dies eine erniedrigende und menschenunwürdige Situation. Auch ein aktives Wahlrecht bei Betriebsratswahlen ist Menschen in Leiharbeit untersagt - wie angenehm für Arbeitgeber! In der Bevölkerung geht die Angst um, wegen Arbeitslosigkeit zur Leiharbeit gezwungen zu werden, da es kaum noch möglich ist, ohne Vermittlung über Leiharbeitsfirmen eine neue Anstellung zu finden. Selbst Menschen, die das sechzigste Lebensjahr überschritten haben und aus gesundheitlichen oder betrieblichen Gründen ihre Kündigung erhielten, werden noch zur Leiharbeit genötigt. Das ist reine Schikane! Fakt ist, dass die prekären Arbeitsverhältnisse im Allgemeinen und die Leiharbeit im Besonderen zum Zwecke von Lohndumping missbraucht werden. Unternehmen wollen so Personalkosten drücken und gleichzeitig Arbeitnehmerrechte einschränken. Ermöglicht haben dies SPD und Grüne in Regierungsverantwortung! Für DIE LINKE. ist das nicht hinnehmbar. DIE LINKE. setzt sich gegen all das entschieden zur Wehr.

Kirsten Klein, SprecherInnenratsmitglied der Partei DIE LINKE. Ortsverband Hann. Münden

 

Von links nach rechts Patrick Humke-Focks (MdL), Olaf Klein (Sprecherratsmitglied OV Hann. Münden), Manfred Schmitt und Matthias Voigt (ist Mitarbeiter im Landtagsbüro in Göttingen)
16. August 2010

Pressemitteilung der Partei DIE LINKE. Ortsverband Hann. Münden

Die Leiharbeit boomt und forciert so die Niedriglohnspirale, immer mehr Menschen werden zu Arbeitnehmern zweiter Klasse

Die Bundesregierung brüstet sich mit statistisch sinkenden Arbeitslosenzahlen. Diese Zahlen beruhen jedoch im wesentlichen auf Leiharbeit. Durch diese Situation wird die Niedriglohnspirale immer weiter forciert. Bei den, im Juni 2010 bei der Bundesagentur für Arbeit, gemeldeten offenen Stellen handelt es sich bei mehr als einem Drittel um Leiharbeitsplätze. Der Skandal jedoch ist, dass Leiharbeitskräfte völlig legal mit Dumpinglöhnen abgespeist und zu Arbeitskräften zweiter Klasse degradiert werden können. Die gesetzliche Voraussetzung dafür haben SPD und Grüne mit Unterstützung von CDU, CSU und FDP schon im Jahr 2002 mit Hartz I geschaffen. Seitdem können Unternehmen Leiharbeitskräfte dauerhaft einsetzen, die Ausleihdauer ist nicht mehr beschränkt. Die folgenschwerste Änderung war, dass durch eine Öffnungsklausel der neu aufgenommene Grundsatz "Gleicher Lohn für gleiche Arbeit" sofort wieder ausgehebelt wurde. Seitdem darf und das legal durch Tarifverträge für Leiharbeitskräfte von diesem Grundsatz abgewichen werden. SPD und Grüne wollten Leiharbeit aus der Schmuddelecke holen. Das ist ihnen leider gelungen, die Branche boomt und setzt immer mehr Menschen unter Druck. Stammarbeitsplätze werden zunehmend in Leiharbeitsverhältnisse umgewandelt. Auch der Bundeshaushalt wird zusätzlich belastet, da Lohndumping aus Steuermitteln subventioniert wird indem der Staat die kläglichen Löhne aufstockt. Um auf die Missstände in der Leiharbeitsbranche aufmerksam zu machen, hat DIE LINKE. Ortsverband Hann. Münden heute, am 16.08.2010 vor zwei großen Betrieben in Hann. Münden Informationsmaterial verteilt. Das bestehende Zwei - Klassen - System von Arbeitskräften muss wieder abgeschafft werden! Weitere Aktionen zu diesem Thema sind geplant.

Kirsten Klein, SprecherInnenratsmitglied der Partei DIE LINKE. Ortsverband Hann. Münden

 

 

Mitglieder der Partei DIE LINKE. Ortsverband Hann. Münden treffen sich zur Verteilaktion von Informationsmaterial zum Thema Leiharbeit vor einem Hann. Mündener Betrieb

29. Juli 2010

5 Jahre Mündener Tafel - Ein Anlass zum Feiern und Festakt!?

Die LINKE. OV - Hann. Münden nimmt Stellung zum fünfjährigen Bestehen der Mündener Tafel - Seit 2005 doppelt so viele Bezieher kostenloser Lebensmittel

Wie dem Artikel der HNA - Mündener Allgemeine vom 29.07.2010 zu entnehmen ist, hat sich seit 2005 die Zahl der Menschen, die auf den Bezug von kostenloser Lebensmittel angewiesen sind, verdoppelt. Neben der Berichterstattung des Vorsitzenden der Mündener Tafel zur Thematik, vermissen wir ganz klar die Darstellung der Gründe, die dazu geführt haben, dass immer mehr Menschen in diese Abhängigkeit geraten. Hierzu gehört in erster Linie, das von SPD und Grünen unterstützt durch CDU, CSU und FDP geschaffene Hartz IV - Gesetz. Dieses Gesetz ist verantwortlich für immer mehr Armut und Ausgrenzung, dass Erwerbslose ignoriert, schikaniert und sozial Benachteiligte an den Rand gedrängt werden. Hartz IV = Armut per Gesetz wurde vor 5 Jahren beschlossen - im Gründungsjahr der Mündener Tafel. Keine Frage, die Arbeit der Tafeln ist notwendig und Rettungsanker für, wie schon lange bekannt, immer mehr Menschen in unserem "armen, reichen Land". Es ist jedoch eine Schande, dass Menschen aus immer größer werdender Not nach diesem Rettungsanker greifen müssen! Eine Not, die die Handschrift von SPD - Schröder und seinen Unterstützern trägt! Die Tafeln dürfen nicht als Dauerlösung akzeptiert werden - ein angenehmes Ruhepolster und Verdrängungsmittel für die politisch Verantwortlichen. Wenn die asozialen Gesetze der letzten Regierungen und der jetzigen Regierung zum Wohle der Menschen wieder zurückgenommen werden - der Vergangenheit angehören, dann ist die Zeit reif für ein großes Fest - ein Fest für die Menschlichkeit! Aus diesem Anlass könnte dann auch ein Festakt im Mündener Rathaus auf dem Plan stehen.

 

 

02. Juli 2010 Frauenhaus muss bleiben - Schutz vor Gewalt ist keine freiwillige Leistung

Stellungnahme der Partei DIE LINKE. Ortsverband Hann. Münden zu - Aus für Mündener Frauenhaus

Die Schließung des Frauenhauses in Hann. Münden ist eine Katastrophe! Menschen in Not zu helfen, Opfer von häuslicher Gewalt Schutz zu bieten und vor weiteren Übergriffen zu behüten, darf keine "freiwillige Leistung" sein. Der Schutz der Bürgerinnen und Bürger vor körperlicher Gewalt und kriminellen Taten und Bedrohungen zählen zu den zentralen Funktionen eines demokratischen Rechtsstaates - ein Grundrecht! Die Zahlen beweisen - die existierenden Frauenhäuser und Frauenberatungsstellen müssen angemessen gefördert und ausgebaut werden - sie dürfen nicht geschlossen werden. Für den Erhalt und den Ausbau müssen ausreichend Landesmittel zur Verfügung stehen. Ehrenamtlich arbeitende Menschen verdienen größten Dank und größten Respekt, doch die ehrenamtliche Arbeit wird in zunehmenden Maße missbraucht. Der Ruf nach ehrenamtlicher Arbeit wird immer größer, hierdurch werden viele hauptamtliche Arbeitskräfte reduziert, oder erst gar nicht eingestellt. Dies zeigt sich nun auch in Bezug auf das Frauenhaus in Hann. Münden. Der Anstieg von häuslicher Gewalt ist auch ein Zeichen dafür, dass unser "Sozialstaat" immer mehr versagt - immer mehr Menschen fallen in ein Loch der Hoffnungslosigkeit und Perspektivlosigkeit - Aggressionen bauen sich auf. Politiker, die sich jetzt auf die "Freiwilligkeit einer Leistung" berufen, verschließen die Augen davor, dass Menschen Gewalt angetan wird - sie handeln hier in unverantwortlicher Art und Weise. Wer hier die Augen verschließt, macht sich mitschuldig am Leid dieser Menschen. Die Tür des Frauenhauses in Hann. Münden ist für viele Frauen und Kinder die letzte Hoffnung. Diese Tür darf nicht zugeschlagen werden!

 

 

16. Mai 2010 Kahlschlag in den Kommunen verhindern. Spekulanten und Reiche zur Kasse.

DIE LINKE. OV - Hann. Münden nimmt Stellung zur Finanznotlage der Stadt Hann. Münden und generell zur Finanznotlage der Kommunen.

Ratsbündnis, SPD und BFMÜ schieben sich nun gegenseitig den "Schwarzen Peter" zu - "wer" ist Schuld, "wer" hätte schon längst "was" unternehmen müssen?! DIE LINKE. Ortsverband - Hann. Münden sagt: "Jeder der genannten Parteien und Gruppierungen hat, was die Finanzlage der Stadt Hann. Münden angeht, Schuld auf sich geladen. Und das BFMÜ kann sich auf keinen Fall aus der Verantwortung stehlen, auch wenn das Bürgerforum aus dem Ratsbündnis ausgetreten ist. Nicht zu vergessen, das Bürgerforum hat sich für das 150.000 Euro teuere Kienbaum - Gutachten eingesetzt, was unserer Meinung nach pure Geldverschwendung war. Steuererhöhungen sind das falsche Mittel, um die finanzielle Situation der Stadt Hann. Münden zu verbessern. Genug Geld ist ganz offensichtlich doch vorhanden - Milliarden werden zur Rettung von Banken vom Bund zur Verfügung gestellt, doch die Kommunen lässt man ausbluten, so auch Hann. Münden. Die Finanznotlage der Kommunen lässt sich auf lange Sicht nur durch eine grundlegende Neugestaltung der kommunalen Einnahmequellen lösen. Hierzu gehört als Sofortmaßnahme, die Gewerbesteuerumlage von den Gemeinden an den Bund abzuschaffen, damit die Gemeinden von ihren wenigen Einnahmen nicht auch noch Teile an den Bund abtreten müssen. Weiter gilt es mittelfristig, von der konjunkturabhängigen Gewerbesteuer hin zu einer Gemeindewirtschaftssteuer zu gelangen. Die öffentlichen Haushalte sind jahrelang geplündert worden. Städte und Gemeinden bekommen nur noch rund 14% des nationalen Steueraufkommens, während 40% beim Bund landen - perspektivisch gehört das umgedreht. Die Steuerausfälle, die den Kommunen durch das schwarz - gelbe Wachstumsbeschleunigungsgesetz entstanden sind, müssen kompensiert werden. Der Anteil des Bundes an der Finanzierung z.B. der Kosten der Unterkunft für ALG II - Beziehende und des Ausbaus der Kinderbetreuung muss deutlich erhöht werden. Bund und Länder haben hier immer mehr Aufgaben auf die Kommunen übertragen, ohne für die notwendige Finanzausstattung zu sorgen. Wir benötigen eine kommunale Investitionspauschale aus Bundesmitteln für die Kommune. Außerdem sollte ein einklagbares und verbindliches Mitwirkungsrecht der Kommunen eingeführt werden, d.h. Kommunen müssen dann in die Entscheidungsprozesse, die direkt oder indirekt Auswirkungen auf die Kommunen haben frühzeitig und direkt einbezogen werden. Dazu ist ihnen im Grundgesetz ein verbindliches Mitwirkungsrecht einzuräumen. Das sind nur einige Beispiele, wie die Kommunalfinanzierung endlich auf eine neue Grundlage gestellt werden kann.

Kirsten Klein, Mitglied des SprecherInnenrates der Partei DIE LINKE. OV - Hann. Münden

 

1.Mai 2010



22.03.2010 Voraussetzungen für verantwortungsvolle Familienplanung wurde schrittweise zerstört!

Reaktion von Kirsten Klein, SprecherInnenratsmitglied der Partei DIE LINKE. Ortsverband Hann. Münden auf den Presseartikel der Ratsfrau Ines Albrecht-Engel (SPD) "Junge Familien brauchen Hilfe" erschienen in der HNA am 22.03.2010

Ich stehe voll und ganz hinter der Aussage von Frau Albrecht-Engel, dass junge Familien Hilfe brauchen. Auch dem, dass Wunsch und Wirklichkeit wieder zueinander passen sollten, ist nicht zu widersprechen. Hier jedoch einige Gründe, die aus meiner Sicht dazu führen, dass der Wunsch nach Familie mit Kindern nur schlecht oder gar nicht umgesetzt werden kann - was die Menschen veranlasst, ja gerade dazu zwingt, auf Kinder in Ihrer Lebensplanung zu verzichten. In den letzten Jahren haben die Regierungen von SPD und Grüne, SPD und CDU/CSU den Sozialabbau in unverantwortlicher Art und Weise vorangetrieben - so auch fortgeführt von der jetzigen Regierung. Der Niedriglohnsektor, Massenarbeitslosigkeit und unsichere, befristete Arbeitsplätze wurden und werden immer weiter ausgebaut. Allein in Niedersachsen lebt jedes sechste Kind unter 15 Jahren, das sind 205.000 junge Menschen auf Sozialhilfeniveau - dabei redet man davon und betont immer wieder, dass Kinder unsere Zukunft seien. Doch hier wurde und wird die Verantwortung sträflich vernachlässigt. Das Beispiel Kinderkrippenfinanzierung der Großen Koalition aus CDU/CSU und SPD führte zu endlosen Debatten über Wohltaten für Familien, ohne das hierfür notwendige Geld sozial gerecht zu beschaffen. Der Anspruch auf Kindergeld wurde um 2 Jahre von 27 Jahre auf 25 Jahre gekürzt. Das 2007 eingeführte Elterngeld ist eine sozialpolitische Mogelpackung. Allein Erziehende, Familien mit geringem Einkommen oder Migrationshintergrund, Eltern in Ausbildung und Erwerbslose werden hier ganz klar benachteiligt. Das Elterngeld hat die Große Koalition u.a. finanziert, indem sie die Ansprüche studierender und erwerbsloser Eltern um die Hälfte kürzte. Außerdem werden Frauen immer noch schlechter bezahlt und haben enorme Schwierigkeiten nach der Babypause wieder in die Arbeitswelt integriert zu werden. Auch Hartz IV wirft hier seine tiefen Schatten - durch die Regierung von Rot/Grün wurde z.B. gesetzlich verankert, dass Kindergeld bei Hartz IV - Empfängern als Einkommen angerechnet wird. Ganz schlimm ist die Tatsache, dass die Politik der letzten Jahre dazu geführt hat, dass für viele Kinder und Jugendliche das "Berufsbild Hartzer" geschaffen wurde. Fakt ist, die Regierenden haben die Voraussetzungen, die eine gute und verantwortungsvolle Familienplanung ausmachen schrittweise zerstört! 

 

10. März 2010 Fremdenverkehrsbeitrag - welche Berechnungskriterien stehen zur Debatte?

Pressemitteilung der Partei DIE LINKE. Ortsverband Hann. Münden zum geplanten Fremdenverkehrsbeitrag

Die Stadt Hann. Münden plant einen Fremdenverkehrsbeitrag, den man auch als Zusatzsteuer für Geschäftsleute bezeichnen kann. Die Informationen, die hierzu an die Öffentlichkeit gelangen sind doch eher schwammig als informativ - insbesondere für den Kreis, den es hauptsächlich betrifft. Außerdem kann es nicht sein, dass die Verwaltung erst in eine genaue Beitragskalkulation einsteigen will, wenn der Rat die Einführung einer solchen Abgabe beschließt. Der Rat soll hier also eine Zusatzsteuer beschließen, ohne über eine genaue Beitragskalkulation für die Betroffenen in Kenntnis zu sein?! Hier ist ein verantwortungsvoller Umgang mit diesem Thema nicht gegeben. Es wäre schon interessant zu erfahren, welche Kriterien zur Berechnung dieser Abgabe zur Debatte stehen. Würden hier nur Geschäftsleute in der Innenstadt zur Kasse gebeten, oder beträfe dies auch Geschäftsleute der umliegenden Ortschaften? Hier stünde nämlich u.a. der Aspekt der Wettbewerbsverzerrung im Raum. Eine zusätzliche Abgabe darf auf keinen Fall dazu führen, dass Geschäftsleute, die ohnehin schon aus wirtschaftlichen Gründen um ihr Überleben kämpfen, dazu gezwungen werden, ihr Geschäft oder Unternehmen aufgeben zu müssen. Nicht zu vergessen, die Arbeitsplätze, die hier evtl. auf dem Spiel stehen.

 

05.03.2010 Knapp 2 Millionen Menschen gehen aus Geldmangel nicht zum Arzt!

Pressemitteilung der Partei DIE LINKE. Ortsverband Hann. Münden zu der von der SPD angekündigten Unterschriftenaktion am 13. März 2010 in der Hann. Mündener Innenstadt.

Was soll man davon halten, wenn eine Partei wie die SPD eine Unterschriftenaktion zu "Nein zur Kopfpauschale - Ja zu einer guten Gesundheitsversorgung für alle" startet? Wie ist diese Aktion zu bewerten? Halten kann man davon nichts! Die Bewertung fällt aus Sicht der Partei DIE LINKE. OV - Hann. Münden wie folgt aus: Die Sozialdemokraten können gar nicht an einer solidarischen Krankenversicherung festhalten, da sie diese in Regierungszeiten von Rot - Grün und Schwarz - Rot mit ihrer Politik gegen die gesetzlich Versicherten systematisch zerstört hat. Die Gesundheitsreformen der vergangenen Jahre zwingen immer mehr Menschen dazu, an der Gesundheit zu sparen, teilweise sogar ganz auf wichtige Untersuchungen und Medikamente zu verzichten. Knapp zwei Millionen Menschen gehen aus Geldmangel nicht zum Arzt - trotz gravierender Krankheiten. Die Gesundheitspolitik von Ulla Schmidt (SPD) hat eine Zweiklassenmedizin zum Explodieren gebracht! Eine vorrangig an den Interessen der Pharmaindustrie ausgerichtete Gesundheitspolitik hat eine ganzheitliche Gesundheitspolitik für alle unabhängig von Einkommen, Bildung und sozialem Status verhindert. Seit den 1990er Jahren zielen die Umstrukturierungen im Gesundheitssystem darauf ab, es vermehrt privaten Anbietern und den Kapitalmärkten zu öffnen, an den Wettbewerbsinteressen der Wirtschaft auszurichten und Umverteilung zu Lasten der gesetzlichen Krankenversicherten zu betreiben. Auch die paritätische Finanzierung der Krankenversicherung durch Arbeitgeber und Arbeitnehmer hat die SPD zerstört indem sie per Gesetz beschlossen hat, dass der Arbeitgeberanteil eingeschmolzen und der Arbeitnehmeranteil erhöht wurde. Fakt ist, die SPD hat der Kopfpauschale Fenster und Türen geöffnet. Doch was interessieren die eigenen Gesetze von gestern?! Die Partei DIE LINKE. hat das Ziel, die Gesetzliche Krankenversicherung (GKV) und die Gesetzliche Pflegeversicherung zu einer solidarischen Bürgerinnen- und Bürgerversicherung zu entwickeln und auf einer neuen Basis auszubauen. Es geht darum, die Finanzierung sowie den versicherten Personenkreis und damit die Einnahmebasis auszuweiten. So wird gesamtgesellschaftliche Solidarität auf einer stabilen Finanzierungsbasis erreicht.

 

09.02.2010 Diese Ungerechtigkeit ist nicht vom Himmel gefallen!

DIE LINKE. Ortsverband Hann. Münden nimmt Stellung zur Pressemitteilung des SPD - Landtagsabgeordneten Ronald Schminke - Gegen sittenwidrige Leiharbeitsverträge - erschienen in der HNA am 09.02.2010

Der SPD - Landtagsabgeordnete Ronald Schminke spricht sich gegen sittenwidrige Leiharbeitsverträge aus. Weiterhin geht sein Vorwurf an die CDU/FDP Regierungskoalition, dass Leiharbeit und Niedriglöhne politisch gewollt sind - dem ist natürlich nicht zu widersprechen. Doch auch wenn die SPD, laut Herrn Schminke, im Landtag versucht hat mit Anträgen die Auswüchse von sittenwidrigen Arbeitsverhältnissen zu verhindern, hat dies aus dieser Ecke einen beachtlichen faden Beigeschmack! Fakt ist, die SPD hat zusammen mit den Grünen die Gesetze beschlossen, die die Ausbeutung der Menschen erst in großem Umpfang ermöglichten! Heute arbeitet jeder vierte Beschäftigte in Deutschland im Niedriglohnsektor. Die Zahl der tariflich bezahlten Jobs ist gesunken, die schlecht bezahlte ausbeutende Leiharbeit boomt. Hungerlöhne von weniger als 5 Euro sind längst keine Seltenheit mehr. Immer mehr Menschen müssen zum Amt gehen, um ihre schlechten Löhne aufstocken zu lassen. Der Druck auf Beschäftigte, immer geringere Löhne zu akzeptieren, wächst stetig. Diese Ungerechtigkeit ist jedoch nicht vom Himmel gefallen! Das ist das Ergebnis der Schröderischen Agenda 2010 - Politik. Hier sollten SPD - Politiker nicht vergessen, wenn sie wieder einmal mit erhobenem und mahnendem Zeigefinger protestierend in ihrem höchst zerbrechlichen Glashaus sitzen.

 

06.01.2010 Die SPD Kreistagsfraktion hat gerechnet - arme Kommunen

Kirsten Klein, SprecherInnenratsmitglied der Partei DIE LINKE. Ortsverband Hann. Münden nimmt Stellung zu: Kommunen fehlen 16. Mio. Euro  erschienen in der HNA am 06.01.2010   

Die SPD Kreistagsfraktion hat gerechnet! Sie ist zurecht zu einem desaströsen Ergebnis gekommen, was die kommunalen Kassen angeht. Doch wieder einmal versucht die SPD sich aus der Affäre zu ziehen. Fakt ist, dass die letzte Bundesregierung (CDU/CSU, SPD) die Finanzkrise mit verursacht hat, indem sie die Liberalisierung der Finanzmärkte vorangetrieben hat. Zudem haben die Regierungsparteiein - CDU/CSU, FDP, SPD und Grüne seit den 1990er Jahren Deutschlands Weg in den Casino - Kapitalismus geebnet. Immer vorne dabei die SPD. Viel zu lange hat die große Koalition (CDU/CSU und SPD) gewartet, bevor sie überhaupt auf die Finanzkrise reagierte. Noch am 16.09.2008 wollte der damalige Finanzminister Steinbrück (SPD) von der Krise gar nichts wissen. Noch in Regierungsverantwortung, hat die SPD nicht erkennen lassen, dass sie Banken und Finanzhaie zur Bewältigung der Finanzkrise zur Kasse bitten möchte - dass diejenigen, die an diesem Finanzsystem Milliarden verdient haben, sich angemessen an der Beseitigung des Desasters beteiligen. Die Haltung der SPD hat dazu geführt, dass die Hauptlasten dieser Krise nun von den Schwächsten unserer Gesellschaft getragen werden sollen - wie gehabt. Die jetzt immer mit erhobenem Zeigefinger mahnende und anklagende SPD trägt jedoch die Hauptlast dafür, dass Kommunen im finanzpolitischen Sumpf versinken und somit die Handlungsunfähigkeit droht. Wenn Herr Ronald Schminke der jetzigen Bundesregierung Klientelpolitik vorwirft, welche aus Niedersachsen unterstützt wird, dann ist dem nichts in Abrede zu stellen. Doch die neue Bundesregierung setzt hier die selben Maßstäbe, wie zuvor die große Koalition. Ich möchte Herrn Schminke auch daran erinnern, dass gerade die Klientelpolitik der SPD unseren Sozialstaat in den vergangenen Jahren schamlos ruiniert hat - immer mehr Bereicherung oben und Armut unten! Damit haben die "Sozialdemokraten" gezeigt, was Ihnen die Menschen wert sind, die nicht zu den Reichen und Spekulanten in diesem Land gehören. Nämlich überhaupt nichts! Die bisherigen Profiteure des Finanzmarktkapitalismus müssen zur Rechenschaft gezogen werden und in vollem Umpfang die Kosten für die Krise tragen!