06.02.2012
DIE LINKE begrüßt die Initiative für eine IGS Hann. Münden und sieht sich in ihrer Forderung bestätigt, dass Integrierte Gesamtschulen Regelschulen anstelle des gegliederten Schulsystems werden müssen.
Am kommenden Donnerstag soll im Schulausschuss des Göttinger Kreistages über die Umwandlung der bisherigen Haupt- und Realschule Dransfeld in eine so genannten Oberschule beraten werden. DIE LINKE im Kreistag und im Samtgemeinderat Dransfeld lehnen diese strikt ab.
Kreis-Fraktionsvorsitzender Dr. Eckhard Fascher: „Die niedersächsische Oberschule ist ein Modell der Landesregierung zur Rettung des gegliederten Schulsystems und der Gymnasien. Sie zementiert soziale Ungleichheiten und verhindert eine gute Schulbildung für einen großen Teil unserer Kinder.
Der Dransfelder Samtgemeinderatsherr Ulrich Maschke: „Eine Oberschule Dransfeld ohne gymnasialen Zweig anstelle der bisherigen Haupt- und Realschule ist die schlechteste aller Alternativen. Anstelle der Mogelpackung Oberschule fordern wir, dass die Landesregierung endlich die Einrichtung für Integrierten Gesamtschulen erleichtert, damit eine IGS Dransfeld ebenso wie in Hann. Münden geschaffen werden kann. Es muss endlich Chancengleichheit herrschen, kein Kind darf zurück bleiben.“
Wie in der letzten Dransfelder Information zu lesen war, will die Dransfelder CDU die Haupt- und Realschule in eine sogenannte „Oberschule“ umbenennen.
Für uns und alle, mit denen wir gesprochen haben, steht als als Abschluss einer „Oberschule“ das Abitur! Hier aber nicht! Die Landesregierung hat das gymnasiale Angebot für die „Oberschule“ gestrichen. Wozu dann der ganze Schwindel?
Die CDU und die noch im Landtag befindliche FDP wollen aus ideologischen Gründen Gesamtschulen verhindern. Sie wollen weiterhin verhindern, dass die Kinder, egal ob Arbeiter- oder Millionärskinder, zusammen unterrichtet werden. Es soll weiterhin eine Auslese wie im Mittelalter stattfinden.
Dabei hat sich in den Pisa-Studien gezeigt, dass Schüler von Gesamtschulen – wie in Finnland – unseren Schülern weit voraus sind!
DIE LINKE fordert deshalb auch in Dransfeld eine Gesamtschule. Einen Zusammenschluss der Adelebser und Dransfelder Schulen zur Verbundschule lehnen wir auch kategorisch ab. Oder sollen die Kinder stundenlang von Barlissen nach Adelebsen oder von Hettensen nach Dransfeld gondeln?
Selbst der Oberbürgermeister von Salzgitter, Frank Klingbeil (CDU), Vorsitzender des niedersächsischen Städtetages, hat das Einrichten von „Oberschulen“ massiv kritisiert. Also lassen sie den Unfug!
Am 14. Juni 2011 hat DIE LINKE einen Ortsverband für die Samtgemeinde Dransfeld gegründet. Zu ihren Sprechern wählten die Dransfelder LINKEN den 62jährigen Schauspieler Michael Reimann und den 60jährigen Rentner Ulrich Maschke. Michael Reimann: „Uns bewegen die Sorgen der Menschen. Es geht nicht an, dass eine Erwerbslosigkeit von mehreren Millionen als selbstverständlich hingenommen wird und gleichzeitig wichtige soziale und kulturelle Einrichtungen aus Geldmangel Niemanden einstellen können. Zur Schaffung von dringend benötigten neuen Arbeitsplätze fordern DIE LINKEN einen öffentlichen Beschäftigungssektor.“
Anschließend wurden die Kandidaten für die Kommunalwahlen bestimmt. Ulrich Maschke führt als erfahrener Kommunalpolitiker die fünfköpfige Liste zum Samtgemeinderat an. Als Spitzenkandidat der vier Plätze umfassenden Liste zur Stadtratswahl wurde Michael Reimann gewählt.
Ulrich Maschke: Wir machen Politik für den kleinen Mann. Wasserpreise und Kindergartengebühren müssen bezahlbar sein. Wir möchten nicht in Dransfeld die höchsten Wasserpreise Niedersachsens bezahlen müssen. Statt dem Etikettenschwindel Oberschule fordern wir eine IGS für Dransfeld.“
Der anwesende Kreissprecher Dr. Eckhard Fascher: „Mit der Gründung unseres fünften Ortsverbandes sind wir neben der Stadt Göttingen auch im westlichen Kreisgebiet gut verankert. Dies stimmt mich optimistisch für die Kreistagswahl.“