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Der Fraktionsvorsitzende der Göttingen LINKEN im Rat der Stadt Göttingen und LINKE Landtagsabgeordnete Patrick Humke-Focks verurteilt den gestrigen unverhältnismäßigen und brutalen Polizeieinsatz im Rahmen der gestrigen Demonstration im Gedenken an den 20 Todestag von Conny Wessmann.
„Die Übergriffe und Provokationen gingen ausschließlich von Seiten der Polizei aus. Die Demonstranten verhielten sich friedlich. Es ist darüber hinaus taktlos und unsensibel, dass die Polizei im Bereich der Todesstelle Conny Wessmanns zugeschlagen hat und das stille Gedenken der Demonstranten gestört hat", so der LINKEN Politiker Humke-Focks.
Des Weiteren könne davon ausgegangen werden, dass es die Taktik des Polizeipräsidenten Wargel war Auseinandersetzungen zu provozieren.
Anders sei es nicht zu erklären, dass im Bereich des Weender Tors die Polizei Anweisungen erhalten habe, den Demonstrationszug abzudrängen und in die Gruppen der Demonstranten hineinzuschlagen.
Es sei einzig und allein den Demonstrierenden zu verdanken, dass die Situation nicht weiter eskaliert sei. Von dem im Vorfeld der Demonstration von Seiten der Polizei angekündigten defensiven Vorgehen sei zu keinem Zeitpunkt etwas zu spüren gewesen.
"Es gilt jetzt, die umfangreichen Dokumentationen in Bild, Ton und Film die von zahlreichen Begleitern des Aufzuges gemacht wurden schnellstens auszuwerten. Ich behalte mir rechtliche Schritte gegen die Einsatzleitung und einzelne Polizisten vor, von deren brutalen Einsatz ich selbst Augenzeuge sein musste", so Patrick Humke-Focks.
Humke-Focks bedaure, dass die Verwaltungsspitze der Stadt Göttingen mit OB Meyer, Jugenddezernent Hecke und dem Leiter des Ordnungsamtes Kuhlmann nicht eingemischt habe, als sie Augenzeugen der Übergriffe der Polizei werden konnten.
Positiv sei festzuhalten, dass es für die Demonstranten möglich gewesen sei, eine friedliche unangemeldete Demonstration durchzuführen und sich mit knapp 2000 Teilnehmern so viele Menschen an diesem Aufzug beteiligt haben, wovon mindestens dreiviertel aus Göttingen gekommen seien.
Dieser Erfolg der Demonstranten macht Mut für die Aktivitäten am kommenden Dienstag, den 17. November 2009 in Göttingen und ich rufe die Bürgerinnen und Bürger auf, sich an diesen Aktionen zu beteiligen und sich nicht von einem martialischem Polizeiaufgebt à la Wargel und Schünemann abschrecken zu lassen", so Patrick Humke-Focks.
13.11.2009 | Freitag | Göttingen | Solikonzert mit Brigada Flores Magón u.a. |
JuZi | Bürgerstr. 41 | A.L.I. und Fire&Flames
14.11.2009 | Samstag | Demonstration „Kein Vergeben! Kein Vergessen! |
Markt/Gänseliesel | 15 Uhr
17.11.2009 | Dienstag | Göttingen | Ausstellung „Wandgemälde, Plakate,
Streetart - Antifaschistische Geschichte sichtbar machen“ | Alte Mensa |
Wilhelmsplatz | 18 Uhr
17.11.2009 | Dienstag | Göttingen | Veranstaltung zum 20. Todestag der
Antifaschistin Conny mit Zeitbeteiligten: Bernd Langer (Autonome Antifa M),
Christa Schwalbe und Karin Kuckuk (BürgerInnen gegen Rechtsextremismus
und Gewalt), Norbert Hasselmann (Kreistagsabgeordneter Bündnis90/Grüne),
Patrick Humke-Focks (Landtagsabgeordnter Die Linke) | Alte Mensa |
Wilhelmsplatz | 19 Uhr
17.11.2009 | Dienstag | Göttingen | Gemeinsamer Gang zur Todesstelle | nach
der Veranstaltung ab 21:30 Uhr
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Bis zur Bundestagswahl findet wöchentlich, mittwochs von 16-18 Uhr eine Sprechstunde im Wahlkampf-Büro der Linken , Obere Masch 6, statt. Es gibt dort die Möglichkeit Infomaterial zum Wahlkampf mitzunehmen, Fragen zum Wahlkampf und zur Partei "Die Linke" zu stellen, Mitarbeit anzubieten und/oder sich einfach auch mal nett und in Ruhe zu unterhalten. Sabrina und Anne vom OV freuen sich auf viele Gespräche!
"Rot-Show" d.h. linke Liedermacher und Musikgruppen singen und spielen für alle, die Lust und Mut haben unser Land zu verändern, gerechter, sozialer, friedlicher und ökologischer zu machen. Der Bundestagskandidat der LINKEN für den Wahlkreis Göttingen, Gerd Nier, wird auch anwesend sein.

Dieter Dehm, Bundestagsabgeordneter der LINKEN und seit den 70er Jahren linker Liedermacher, hat eine "Rot-Show" eine linke Musikkultur-Show für den Bundestagswahlkampf zusammengestellt.
Dieter Dehm dichtete bekannte Lieder der Friedensbewegung z.B. "Das weiche Wasser bricht den Stein" und "Aufstehen", die von der bekannten Gruppe "bots" gesungen wurden. Er war u.a. Koautor von Dieter Hildebrandt. Heute arbeitet er mit Peter Sodann und Konstantin Wecker künstlerisch und politisch zusammen. Sein politisches Engagement, verbunden mit seinen vielfältigen Begabungen - vor allem auch auf künstlerischem Gebiet - , machen ihn zu einer besonderen Erscheinung auf der politischen Bühne unserer Republik. Dieter Dehm kandidiert auch wieder für die LINKEN zum Bundestag.
Zusammen mit Dieter Dehm treten auf:
Michael Letz, Konzertpianist und politisch vielfältig engagiert
Pablo Arduin, im Chile Allendes als politischer Künstler aktiv, Folkmusiker und Liedermacher, lebte bis 1983 unter der Diktatur in Chile, heute in Deutschland. Er erhielt zahlreiche Preise für Protest - und Folksongs und beteiligt sich an Projekten anderer Künstler z.B. "Sprachklänge - Zum hundertsten Geburtstag von Federico Lorca" mit dem Kölner Ensemble "Inovacion". Seine Sprache, Stimme und Vortrag sind ungewöhnlich, packend und lebendig.

Microphone Mafia, interkulturelle Rap-Gruppe aus Berlin, seit Mitte der 90er Jahre durch ihre politischen Songs bekannt u.a. "Arsch hu, Zäng ussenander!" (Arsch hoch, Zähne auseinander - Kölner Konzert gegen Ausländerfeindlichkeit). Sie veröffentlichen jedes Jahr neue Singles mit politischen Texten zu politischen Anlässen, z.B. nehmen sie an antifaschistischen Aktionen in Mittenwald teil, wo eine fatale "Traditionspflege", die Kriegsverbrechen der deutschen Gebirgsjäger im 2. Weltkrieg verharmlost. Oder sie machen eine Single "Per la vita" mit Esther Bejerano, der unermüdlichen Sängerin, Mahnerin, Zeitzeugin und Verfolgten des Nazi-Regimes (sie war Musikerin des Mädchen-Orchesters in Auschwitz-Birkenau). Diese Gruppe ist sicherlich besonders für jüngere MitbürgerInnen ansprechend und interessant.
Also: ein Abend, der sich lohnt! Linke Musik- und Protestsongkultur, vielfältig für alle Geschmacksrichtungen und Altersgruppen, Kunst und Kultur als politisches Medium im besten und ansprechendsten Sinne!